Jeden Morgen stellt das Trainerteam dieselbe Frage: „Wann ist er wieder voll im Mannschaftstraining?“. Stützt sich die Antwort allein auf pauschale Kalenderwerte — etwa einundzwanzig Tage bei einer strukturellen Hamstring-Verletzung —, steigt das Risiko einer erneuten Verletzung in den ersten beiden Wettkampfwochen erheblich.
Der im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Delphi-Konsens beschreibt das Return to Play (RTP) als mehrstufigen Entscheidungsprozess über fünf Domänen, den Vereinsarzt, Physiotherapeut und Reha-Trainer gemeinsam verantworten.
Die 5 Domänen des BJSM-Konsenses für eine sichere Rückkehr ins Mannschaftstraining
In Omen Performance bündelt das wöchentliche Reha-Protokoll alle fünf Prüfbereiche auf einer Oberfläche:
- Klinische Untersuchung und Schmerzfreiheit bei Palpation sowie isometrischer und exzentrischer Belastung.
- Wiederherstellung der Kraftwerte im Vergleich zur individuellen Baseline vor der Verletzung.
- Funktionelle Tests auf dem Platz: wiederholte Antritte, Abbremsungen und Richtungswechsel ohne Kompensation.
- Steigerung der externen GPS-Last: schrittweise Heranführung an High-Speed Running (HSR) und maximale Sprintgeschwindigkeit.
- Interne Reaktion und psychologische Bereitschaft: nach der Einheit aufgezeichnetes RPE, gute Erholung am Folgetag und volles Vertrauen in Zweikämpfen; der Staff bewertet das Gesamtbild.
Informationsverluste zwischen Physiotherapie, Reha-Trainer und Trainerteam vermeiden
Die kritischste Phase jeder Reha ist die Teilintegration ins Mannschaftstraining: Der Spieler ist nicht mehr verletzt, darf aber noch keine intensiven Großfeldformen über volle Distanz absolvieren.
In Omen Performance übersetzt das Wochenprotokoll medizinische Vorgaben in klare Trainingshinweise für das Trainerteam, während sensible Befunde geschützt in der medizinischen Akte bleiben.